Der GT 86 von Toyota mischt die Rallyeszene auf

Freitag, Juli 31st, 2015. | Kategorie: Rallyesport.
GT 86 Toyota

Als Strassenfahrzeug ist der GT 86 von Toyota ein äusserst populäres Modell. Seit einiger Zeit sind die Japaner mit dem Wagen auch im Rallyezirkus präsent: Anlässlich des neunten Laufs zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft im August 2014 stellte der Konzern der Öffentlichkeit den lange erwarteten GT86 CS-R3 vor.

Mit dem heckgetriebenen GT86-Ableger will Toyota an vergangene Erfolge anknüpfen. Bestens in Erinnerung ist den Fans der legendäre Celica Twincam Turbo, der in den 1980er-Jahren einen Sieg nach dem anderen einheimste. Insbesondere bei Safari-Rallies fuhr der Twincam regelmässig auf die vorderen Plätze, was dem Wagen den Spitznamen „König von Afrika“ einbrachte.

Wie der ursprüngliche GT-86 von Toyota wird der CS-R3 im normalen Fahrzeughandel erhältlich sein. Dies bedeutet freilich nicht, dass man in jedem Autohaus einen der Rallyeflitzer antrifft. Interessenten können sich jedoch via Internet über die Verfügbarkeit des Wagens informieren. Als Kit zur Eigenmontage soll der CS-R3 rund 89.000 CHF kosten.

Typische Rallye-Features

Anders als der originale GT 86 von Toyota, der auf den Einsatz auf der Strasse ausgelegt ist, bietet der CS-R3 typische Features eines Rallyewagens. Dazu gehören unter anderem ein Überrollkäfig mit FIA-Homologation, eine gewichtsoptimierte Versteifung der Karosserie sowie spezielle Steuergeräte und massgeschneiderte Kabelstränge für die Motorsteuerung. Darüber hinaus werden für den CS-R3 Fahrwerke mit speziell konstruierten Aufhängungsteilen (z.B. für den Einsatz auf Schotter) verfügbar sein.

Modifizierbarer Motor

Der 2,0-Liter-Boxermotor darf beim CS-R3 gemäss den Regularien des Weltverbands FIA modifiziert werden. Beispielsweise dürfen Verdichtung und Ventilsteuerung verändert werden, um die Leistung zu maximieren. Ein fähiger Mechaniker kann aus dem Wagen bis zu 250 PS herausholen, was immerhin 50 PS sind als beim „normalen“ Toyota GT 86.

Im Belastungstest machte der CS-R3 eine gute Figur: Die ehemalige Rallye-Damenweltmeisterin Isolde Holderied fuhr den Wagen vier Tage lang und war von den Qualitäten des Sportwagens sichtlich angetan. Wann der Celica Twincam-Erbe in den Handel kommt, steht noch nicht fest – es wird jedoch damit gerechnet, dass der CS-R3 noch im laufenden Jahr eingeführt wird.

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